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Hufhorn spröde und bröckelig – Was tun?

Wie können die Qualität des Hufhorns und die Wachstumsgeschwindigkeit beeinflusst werden?

Das Fell und die Haut des Pferdes funktionieren als Spiegel der Allgemeingesundheit. Das Hufhorn ist genau wie das Fell ein direktes Produkt der Haut und damit unmittelbar mit dem Hautstoffwechsel verknüpft. Haare und Haut sind in ihrer Mikrostruktur ebenfalls absolut miteinander vergleichbar. Somit gilt, was für das Fell gut ist, ist auch für das Hufhorn gut!

Sowohl im Herbst, aber auch im Frühjahr wechselt das vollständige Haarkleid. Wenn man bedenkt, wie viel Fell vor allem im Frühjahr abgeworfen wird, so kann man sich vorstellen, wie viel Energie dazu aufgewendet werden musste es zu produzieren. Nicht nur sehr viel Energie, sondern auch die notwendigen Bausteine, wie Proteine, Fettsäuren, Vitamine und Spurenelemente werden in großen Mengen benötigt.

Das Hufhorn wird in Zeiten des Fellwechsels weniger produziert und / oder ist je nach Stoffwechselsituation in dieser Zeit von geringerer Qualität.

Diese unterschiedlichen Wachstums- und Hornqualitätsabschnitte sind am ringförmigen Aussehen der Hornkapsel in unterschiedlicher Stärke und Ausprägung bei fast allen Pferden zu finden. Die Hornkapsel benötig bis zu 14 Monaten vom Kronrand bis zum Tragrand des Hufes herunter zu wachsen und sich damit einmal komplett zu erneuern. Defizite bzw. Mangelversorgung sind daher noch lange am Huf „ablesbar“. Bausteine für die Hornbildung sind dem Bedarf bei der Fellbildung im Fellwechsel vergleichbar. Die Konzentration an Spurenelementen und Mineralstoffen entsprechend der zu produzierenden Hornmenge sehr hoch.

Zu den Inhaltsstoffen, die vermehrt zur Verfügung gestellt werden sollen, gehört vor allem Zink. Als Spurenelement ist Zink nicht nur an der Bildung von Keratin, einem Hauptbestandteil des Haares und Horns, beteiligt. Es unterstützt auch die Zellteilung und das Wachstum der Haare und der hornproduzierenden Saumbandszellen. Neben Kupfer, Mangan und Selen werden auch Folsäure und Biotin zum Zellwachstum und der Hornneubildung benötigt.

In einer Erfahrungsstudie haben wir unterschiedliche Futterzusätze zur Hornqualitätsverbesserung über einen langen Zeitraum von mehr als 2 Jahren getestet.

Es wurde mit Pferde gearbeitet, die deutlich schlechtes Hufhorn aufwiesen, z. B.

  • Ständig ausbrechende Wände
  • Ausreissen der Nagellöcher
  • Sprödes Horn, das beim Nageln keinen Halt gab
  • Ständig lose Hufeisen und verlorene Eisen
  • Huf wächst nicht schnell genug nach – zu wenig Hufhornwachstum

Die Zugabe zum täglichen Futter mit einer Kombination aus für den Hufhornstoffwechsel nötigten hochkonzentrierten Bestandteilen (Farriers formula) und den entsprechenden Stoffwechselstimulantien KK-MobilitätPlus hat den deutlich größten Effekt gezeigt. Der Effekt war messbar, als der komplette Huf nach etwas mahr als einem Jahr heruntergewachsen war. Die jetzt subjektiv festgestellte Hornqualität durch Besitzer, Hufschmied und Tierarzt war extrem verbessert.  Das Ergebnis zeigte deutlich stabileres Horn, kaum noch Einreissen der Hornwände und nur noch gelegentliches Verlieren der Hufeisen.

Was durch die Futterergänzung nicht beeinflusst werden konnte, war die Menge an nachwachsendem Huf. Die Wachstumsgeschwindigkeit von nachwachsendem Horn konnte allerdings durch das tägliche Einreiben / Einmassieren von Lorbeeröl mit den Fingern verbessert werden. Der mit Lorbeeröl behandelte Huf wuchs im Schnitt um ca. 12 % schneller als die Gegenseite. Es kommt dabei der Massageeffekt, der Wirkstoff des Lorbeeröles und die Kombination daraus als Grund für den biologischen Wachtumsverbesserungsfaktor in Betracht:

  • Mechanisch wird durch die Massage die hornbildende Zelle im Saumband stimuliert.
  • Das Lorbeeröl hat eine mild-reizende Wirkung auf diese Zellen.
  • Die Kombination aus beiden ist vermutlich schlussendlich verantwortlich für den Effekt.
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