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Tränende Augen beim Pferd

Wie kommt es zu einem tränenden Auge?
Die Augen des Pferdes sind wie die des Menschen sehr sensible Organe. Sie sind beim Pferd deutlich weiter seitlich angeordnet als beim Menschen. Daher sehen sie in einem größeren Radius. Das Auge selbst ist von einer Hornhaut bedeckt. Sie schützt das Auge und erhält den Augeninnendruck aufrecht.

Damit die Hornhaut elastisch bleibt, wird sie permanent durch die Tränendrüsen, die sich im Bereich der Oberlider des Auges befinden, mit Tränenflüssigkeit feucht gehalten. Die abfließende Tränenflüssigkeit läuft über einen Tränennasengang in die Nüster ab. Ist dieser Gang verstopft, staut sich die Tränenflüssigkeit und das Auge läuft über.

Entzündete Augen oder Augenlider zeigen durch die Überproduktion von Tränenflüssigkeit in dieser Situation auch ein tränendes Auge.

Wie kann man das behandeln?
Der Abfluss, der Tränennasengang ist ein relativ langer sehr dünner Schlauch. Dieser verstopft durch Staubkörner, die sich im Auge sammeln. Der Eingang in den Tränennasengang ist an der tiefsten Stelle des Auges im vorderen Augenwinkel. Dort sammeln sich auch Schwebstoffe an. Bei einer Verstopfung des Tränennasenganges kann man vom Ausgang in der Nüster mit Hilfe einer Spülkanüle den Kanal zurück spülen. Dabei sprudelt die Spülflüssigkeit aus dem Eingang des Tränennasenganges im vorderen Augenwinkel aus dem Auge. Sieht etwas eigenartig aus, ist aber nicht schmerzhaft für das Pferd und relativ einfach durchzuführen.

Eine Nachbehandlung des Auges bzw. des Tränenabflusses mit einer entzündungshemmenden Augensalbe unterstützt die Rekonvaleszenz.

Ist der Kanal aufgrund eines lang anhaltenden Staus verengt, dann kann man versuchen mit Hilfe eines Ballonkatheders den Tränenflüssigkeit abführenden Tränennasengang zu weiten. Dies ist schwierig und funktioniert nur selten auch langfristig.

Sind die Augen oder / und die Lidbindehäute entzündet wird extrem viel Tränenflüssigkeit produziert. Soviel Flüssigkeit kann dann nicht über den Abfluss ablaufen. Das Auge läuft über. Diese Situation ist mit einer starken Rötung der Augen verbunden. Hier muss die Grunderkrankung, die Entzündung des Auges zuerst behandelt werden. Danach reguliert sich das tränende Auge meist von selbst.

ACHTUNG – Möglichst keine Kamillenextrakte am Auge verwenden.

Wie kann man vorbeugen?
Der vordere Augenwinkel kann täglich vorsichtig mit einem Tempotaschentuch gesäubert werden. Damit entfernt man die dort angesammelten kleinen Schwebpartikel und verhindert damit die Verstopfungsgefahr.

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