{"version":"1.0","provider_name":"Pferdegesundheit Online - Pferdeklinik Equitales GmbH","provider_url":"https:\/\/kaikreling.de","author_name":"Dr. Kai Kreling","author_url":"https:\/\/kaikreling.de\/author\/ar\/","title":"Nageltritt","html":"<h3>Mein Pferd hat einen Nageltritt \u2013 wie reagiere ich?<\/h3>\r\nEin Nageltritt oder besser eine <strong>Verletzung der Hufunterseite durch einen Fremdk\u00f6rper<\/strong> ist immer als ein <strong>Notfall<\/strong> zu bewerten. Eine wichtige Rolle spielt wo die Eindringstelle durch die Hufsohle ist.\r\n<h3>Was kann verletzt sein?<\/h3>\r\nIm vorderen Drittel der <strong>Hufsohle<\/strong> kann die unter dem Horn befindliche <strong>Huflederhaut<\/strong> verletzt werden. Die Hufsohle ist ca 0,8 \u2013 1,2 cm dick. Ist der Fremdk\u00f6rper tiefer eingedrungen, muss man davon ausgehen, dass die Huflederhaut verletzt ist. Blutet es aus dem <strong>Einstichkanal<\/strong>, steht sicher fest, dass Huflederhaut gesch\u00e4digt wurde. Die Huflederhaut ist gut durchblutet, ca. 2 Millimeter dick und bedeckt das Hufbein, die kn\u00f6cherne Grundlage des Hufes. Ist der Fremdk\u00f6rper weiter eingedrungen, dann ist der <strong>Knochen<\/strong> mit verletzt und das <strong>Infektionsrisiko<\/strong> <strong>steigt<\/strong>.\r\n\r\nEin Fremdk\u00f6rper zwischen der Strahlspitze und dem hinteren Drittel der Hufsohle k\u00f6nnte nicht nur die Lederhaut und den Knochen, sondern auch die <strong>tiefe Beugesehne<\/strong> und das <strong>Hufgelenk<\/strong> erreicht haben. Jetzt wird es wirklich <strong>kritisch<\/strong>. Hier muss ausgeschlossen werden, dass diese Strukturen beteiligt sind. Im Falle einer Gelenksbeteiligung wird das Hufgelenk gesp\u00fclt, damit eingeschleppte Keime nicht zu einer Gelenksinfektion f\u00fchren k\u00f6nnen.\r\n\r\n<span style=\"color: #008080;\"><strong>Eine nicht sofort behandelte Infektion des Hufgelenkes kann dramatisch enden und sogar zum Verlust des Pferdes f\u00fchren.<\/strong><\/span>\r\n\r\nEine Verletzung an den <strong>Eckstreben<\/strong> oder der <strong>Ballenregion blutet oft extrem<\/strong>, hat aber g\u00fcnstige Heilungsaussichten. Hier sind keine tieferen anatomischen Strukturen, die irreperabel verletzt werden k\u00f6nnten. <strong>Intensives Bluten s\u00e4ubert im \u00fcbrigen die Wunde und ist daher nicht nachteilig.<\/strong>\r\n<h3>Wie wird behandelt?<\/h3>\r\nGrunds\u00e4tzlich muss bei einem Nageltritt der <strong>Tierarzt<\/strong> <strong>schnell<\/strong> gerufen werden. Freischneiden des Hufhornes um den Einstichkanal, s\u00e4ubern der Wunde, ein sauberer Verband und eine Antibiotikagabe sind die Sofortmassnahmen, die eingeleitet werden sollten. Eine Versorgung des Stichkanales durch Verbandswechsel, Wundreinigung und Antibiose \u00fcber die folgenden Tage muss zwingend durchgef\u00fchrt werden.\r\n\r\n&nbsp;","type":"rich","thumbnail_url":"https:\/\/kaikreling.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Verletzter-Huf-150x150.jpg","thumbnail_width":150,"thumbnail_height":150}